EIGENART

SOPHIE SCHOLL

LIEBE IN ZEITEN DES WIDERSTANDS

Eine Szenische Theaterinstallation

Am 22. Februar 1943 wird Sophie Scholl hingerichtet.

Die Münchner Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ wird zerschlagen.

Zur gleichen Zeit liegt der Hauptmann Fritz Hartnagel in einem Krankenhaus in Lemberg. Er hat sich in Stalingrad schwere Erfrierungen zugezogen.

Trotz dessen schreibt er ununterbrochen Briefe an Sophie, die sie nicht mehr erreichen werden.
Im Herbst 1937 lernen sich die Beiden das erste Mal kennen.
Sophie ist jung, naturverbunden und engagiert. Sie hat gerade wegen „Untreue und unbotmäßigen Äußerungen“ ihren Posten als BDM-Gruppenführerin verloren. Fritz hat sich freiwillig für eine Offizierslaufbahn gemeldet und leistet seinen Militärdienst ab.


Vor historischer Kulisse wird die Geschichte zweier Liebenden erzählt, die sich aneinander reiben und aneinander wachsen in Jahren des Krieges.

Sophie Scholl - Liebe in Zeiten des Widerstands zeichnet die Entwicklung einer jungen Frau hin zur Widerstandskämpferin ohne sie zur Ikone zu machen.
Historischer Bühnenkomplex verbindet sich mit dem Gedankenkosmos der Verliebten.
Eine Theatererfahrung mit der Fiktion einer Intimität, die berührt.

Eine Kooperation mit dem Münchner Volkstheater und der Ludwig-Maximillians-Universität, gefördert durch die Weise Rose Stiftung, 2019

Mit Jonathan Hutter, Henrike Hahn

Musik Rahel Hutter
Regie Jonathan Hutter

Text Damit wir uns nicht verlieren, Briefwechsel 1937-1943

 • Hörprobe:

Mit Frédéric Brossier

Sounddesign & Video Maxime Hladiy
Regie Henrike Hahn

Dramaturgie & Szenografie Melanie Keller

Idee & Konzeption Henrike Hahn, Maxime Hladiy

 • Hörprobe:

QUI SOMMES

NOUS

Eine Szenische Audio-Installation

Eine Frau lernt einen Mann kennen.

Ein Mann lernt eine Frau kennen.
Eine Frau lernt einen Mann lieben.

Ein Mann lernt eine Frau lieben.
Die Frage nach politischem Protest einer jungen Generation steht zwischen Beiden.
Die Frau radikalisiert sich.
Den Mann lähmt es.
Beide überprüfen die Wirksamkeit ihres politischen Handelns.
Zunächst gemeinsam.

Irgendwann getrennt.

Ihre Liebe zerbricht.

Alle 25 min startet je ein*e Zuschauer*in in ein Labyrinth aus subjektiven Wahrheiten, die eine Partizipation der Zuschauer*innen evoziert.

Ausgestattet mit Kopfhörer und Abspielgerät begeben sich die Zuschauer*innen auf eine akustische Reise, dann folgen Videoprojektionen und Live-Performance, die den Erinnerungsprozess dekonstruieren.

Qui sommes nous bricht mit der Theaterkonvention eines passiven Zuschauens.

Die szenische Audio-Installation hinterfragt Sehgewohnheiten und Haltungen und entwirft ein komplexes Ursache-Wirkunks-Puzzel einer zerbrochenen Liebe.

Eine Kooperation mit dem Centre Français de Berlin, 2016